Täglich erreichen ungefähr 21 Nahrungen, in Form von flüssigem Brei, den Verdauungstrakt des Menschen. Der größte Teil, des im Brei vorhandenen Wassers, wird im Dickdarm resorbiert, wodurch der Stuhl halbfest bis fest wird. Wenn der Dickdarm nun aber diese Resorption nicht mehr ausreichend leisten kann, bleibt der Stuhl flüssig und wichtige Mineralien und Wasser werden dem Körper nicht mehr ausreichend zugefügt. Dies nenn man Durchfall oder medizinisch Diarrhö. Durchfall wird oft von Krämpfen im Unterleibsbereich, leichtem Fieber, blutigen Stuhl, Erbrechen und Austrocknung begleitet.

Heute sterben in Entwicklungsländern immer noch jährlich mehr als eine Million Babys und Kleinkinder an Durchfall. Der Grund hierfür ist unzureichende Hygiene bei der Zubereitung der Baby- und Kindernahrung, durch unsauberes Wasser. Chronischer Durchfall führt zu einer Unterernährung, da der Körper so lebenswichtige Nährstoffe verliert. Zu viele Ballaststoffe, insbesondere unbehandelte Kleie, künstliche Süßstoffe, wie Mannitol oder Sorbitol oder eine Laktoseunverträglichkeit können ebenfalls Verursacher für Durchfall sein. Hier bedarf es aber lediglich einer Ernährungsumstellung, um die Beschwerden zu mildern und einen normalen Stuhlgang zu erreichen. Stärkere und lang anhaltende Durchfallerkrankungen werden meist durch eine Virusinfektion verursacht. Insbesondere Kinder sind hiervon besonders häufig betroffen, bakterielle, parasitäre und virale Infektionen, verdorbenes oder zu scharfes Essen, emotionaler Stress, zu viel Alkohol, verschiedene Gifte wie Quecksilberdichlorid oder Arsen und Medikamente, wie Antibiotika, Abführmittel und Antazida können eine Virusinfektion und damit verbundenen Durchfall auslösen. Ebenso Cholera und Ruhr, welche häufig in den Entwicklungs- und Industrieländern vorkommen, sowie gut- oder bösartige Tumore können möglicher Auslöser für Durchfall sein. Auch ist Diarrhö ein Symptom bei Erkrankungen wie der Crohnkrankheit, der Zöliakie und der Colitis ulcerosa. Der stark verbreitete Reisedurchfall tritt in der Regel durch die Folgen von Reisestress oder durch eine Bakterieninfektion, wegen unzureichender Hygiene, auf.

Babys, ab 6 Monaten und Kinder mit Durchfall, sollten einem Arzt vorgeführt werden, wenn nach 24 Stunden noch keine Besserung aufgetreten ist oder erste Anzeichen einer Austrocknung bemerkbar werden. Mischt sich zu dem Durchfall hohes Fieber, Blut im Stuhl oder andere Nebenerscheinungen sollte unverzüglich der Rat eines Mediziners eingeholt werden und die Ursache für den Durchfall genau abgeklärt werden.

Die Behandlung bei gewöhnlichem Durchfall, erfolgt üblicherweise über die ausreichende Versorgung mit klaren oder elektrolythaltigen Getränken (sog. Energiedrinks) und einer Ernährungsanpassung.