Die ersten nachweisbaren Fälle eines epileptischen Anfalls wurden bereits im 16. Jahrhundert erwähnt. Ein epileptischer Anfall zeichnet sich durch einen auftretenden Krampfanfall aus, der als Folge einer Fehlfunktion innerhalb des Gehirns ausgelöst wird. Nur etwa 0,7 – 0,8 % der europäischen Bevölkerung leiden an einer Epilepsie, wobei das Erkrankungsrisiko innerhalb der ersten Lebensjahre und ab dem 60. Lebensjahr erhöht ist.

Eine Epilepsie kann in eine von drei unterschiedlichen Hauptgruppen eingeteilt werden:
Die Idiopathische Epilepsie, bei der eine genetische Veränderung an den Transmitterkanälen einen Anfall begünstigt. Die Kryptogene Epilepsie, bei der auslösende Faktor eindeutig im Gehirn zu finden ist, aber die Ursache dafür unbekannt ist. Die symptomatische Epilepsie ist eine Erkrankung des Zentralen Nervensystems. Diese Erkrankung ist folge von einer oder mehreren auslösenden Faktoren zu denen unter anderem eine Komplikation während der Schwangerschaft oder der Geburt, ein Schädel-Hirn-Trauma oder Schlaganfall oder ein Gehirntumor zählen können. Des Weiteren wirken sich Alkohol-, Medikamenten- und Drogenmissbrauch negativ auf die Funktionen des ZNS aus und können ebenfalls als Auslöser für eine symptomatische Epilepsie gesehen werden.

Der epileptische Anfall kann durch Schlafmangel, eine Hyperventilation, aber auch durch eine starke psychische Stresssituation ausgelöst werden und zeigt sich in zwei unterschiedlichen Intensitäten. Zum einen in einer reinen Bewusstseinstrübung mit einem Gedächtnisverlust, zum Andern in einem großen Anfall, der von einem oder mehreren lauten Schreien, Krämpfen und unkoordinierten Zuckungen begleitet wird. Zudem kann es bei einem sogenannten Grand Mal auch zu einer ungewollten Darm- oder Blasenentleerung kommen.

Besteht der Verdacht auf eine epileptische Erkrankung, gibt es die Möglichkeit eine mithilfe eines MRT`s eine genaue Diagnose über eine eventuell vorhandene strukturelle Veränderung des Gehirns möglich. Bei einem EEG sind die für einen Anfall typischen Entladungen der Nervenzellen innerhalb des Gehirns direkt nachweisbar.
Die Behandlung einer Epilepsie erfolgt durch eine medikamentöse Therapie, bei der zwischen 60 und 80 % der Betroffenen, anfallsfrei bleiben.