Ein grippaler Infekt ist eine viröse Infektion der oberen Atemwege, die vor allem in den Herbst- sowie Wintermonaten auftritt. Die meist harmlose Infektion dauert im Schnitt etwa 10 bis 14 Tage und tritt beim sonst gesunden Menschen je im Durchschnitt 2-4 Mal per Jahr auf. Im Allgemeinen ist ein grippaler Infekt auch als Erkältung bekannt und ist nicht mit der Erkrankung an einer Grippe zu vergleichen. Besonders bei einem geschwächten Immunsystem ist das Risiko einer Infektion erhöht.

Die Übertragung mit einer oder mehreren der bisher über 100 bekannten Erkältungsviren erfolgt durch die sogenannte Tröpfcheninfektion zu der unter anderem das Niesen und das Husten gehören. Aber auch ein Händeschütteln und z.B. das Küssen können die Viren übertragen. Die Viren gelangen vor allem durch die Schleimhaut in Mund und Nase in den Körper, da diese am einfachsten zu durchdringen ist. Nach der Inkubationszeit zeigen sich die ersten Anzeichen der Erkältung in Form von einem leichten Frösteln und einer erhöhten Müdigkeit. Gefolgt werden diese Symptome von Husten und Schnupfen und eventuellen Druckgefühl in den Ohren aufgrund der angeschwollenen Nasenschleimhaut. Hat neben der virösen Infektion noch eine zusätzliche bakterielle Infektion stattgefunden, so verändert sich die Farbe und Konsistenz des Nasensekrets und wird zähflüssiger und gelblich. Auch der Husten wird im Falle einer bakteriellen Infektion fester kann als Begleiterscheinung einen gelblichen Auswurf haben und es kann ein leichtes Fieber auftreten.

Ein Arztbesuch bei einer Erkältung ist nur dann zwingend notwendig, wenn die Symptome innerhalb von 14 Tagen nicht abklingen, oder Beschwerden, wie z.B. nicht senkbares hohes Fieber, Atemnot, starke Ohren- oder Brustschmerzen auftreten. In einem solchen Fall kann es sich z.B. um eine hinzugekommene Bronchitis oder Mittelohrentzündung handeln, welche die Gabe von Antibiotika erforderlich macht. Verlauft die Infektion ohne größere Probleme, so genügen in Normalfall Bettruhe, frische Luft, eine vitaminreiche Ernährung und eine hohe Flüssigkeitszufuhr. Zusätzlich haben sich Inhalationen, Brust- und Halswickel oder ein Erkältungsbad als lindern bei einem grippalen Infekt bewährt.