Der Gebärmutterhalskrebs wird durch eine Infektion mit dem HPV-Virus verursacht und ist ein bösartiger Tumor am Gebärmutterhals. Das Zervixkarzinom ist die zweithäufigste bösartige Krebserkrankung bei Frauen weltweit. Am häufigsten wird der Gebärmutterhalskrebs bei Frauen zwischen 45 und Mitte 50 diagnostiziert und hat im Frühstadium sehr gute Heilungschancen.

Für die Erkrankung an dem Gebärmutterhalskrebs ist das HPV-Virus verantwortlich. Eine Infektion mit dem HPV-Virus erfolgt überwiegend durch einen direkten Kontakt mit der Schleimhaut z.B. beim Geschlechtsverkehr. Rund 80% der Bevölkerung infizieren sich im Laufe des Lebens mit diesem Virus, ohne das es festgestellt wird. Die Infektion heilt bei 90% der Fälle beschwerdefrei aus. Von den verbleibenden ca. 10% entsteht eine chronische Infektion, von in etwa 5% der Fälle die Gefahr der bösartigen Tumorbildung besteht.
Auch Männer übertragen das Virus und können infiziert werden. Jedoch wird dieses meist gar nicht bemerkt und hat auch keine Spätfolgen.
Die Symptome, welche auf einen Gebärmutterhalskrebs hinweisen, sind vor allem ein übel riechender und blutender Ausfluss, der auch nach dem Geschlechtsverkehr, außerhalb der Menstruation oder nach Eintreten der Wechseljahre auftritt. Des Weiteren können Schmerzen Bauch- und Beckenbereich sowie Schmerzen beim Toilettengang auf den Tumor hinweisen.

Es gibt keine Frühsymptome, welche auf einen Gebärmutterhalskrebs hinweisen. Treten die Symptome auf, ist der Krebs bereits weiter fortgeschritten. Die derzeit einzige Möglichkeit den Gebärmutterhalskrebs frühzeitig – noch vor Auftreten von Beschwerdesymptomen – zu erkennen, liegt in der regelmäßigen Krebsvorsorgeuntersuchung bei einem Gynäkologen. Diese wird ab dem 20. Lebensjahr empfohlen. Bei einem positiven Befund entscheidet das Stadium vom Gebärmutterhalskrebs ob eine Operation oder eine Stahlen- bzw. Chemotherapie angeraten ist. Bei einer frühzeitigen Diagnose des Karzinoms besteht eine fast 100%ige Heilungschance.
Als Schutz vor einer HPV-Infektion wird seit 2007 eine Impfung für junge Frauen zwischen 12 und 17 Jahren angeraten und von den Krankenkassen übernommen. Die Impfung, welche in 3 Dosen über einen bestimmten Zeitraum durchgeführt wird, sollte allerdings vor dem ersten Geschlechtsverkehr durchgeführt sein.