Als Gehirnerschütterung (Kommotionssyndrom) bezeichnet man eine plötzliche Veränderung der Gehirnfunktion und Bewusstseinslage. Diese Veränderung tritt häufig bei einem Schlag oder Sturz auf den Kopf, der meist auch zur Bewusstlosigkeit führt. Die verletzten Personen fühlen sich oftmals nicht krank und bemerken ihre eigene Verwirrtheit und die Desorientierung nicht.

In Folge der Gehirnerschütterung kann eine zeitweise retrograde Amnesie auftreten. Das heißt, die Betroffenen haben keine Erinnerungen, wie die Verletzung entstanden ist. Es treten immer wieder starke Kopfschmerzen, Sehstörungen, Übelkeit, Konzentrationsschwäche, Reizbarkeit und ein Gefühl von Abgeschlagenheit auf.

Eine Gehirnerschütterung ist in der Regel nur vorübergehend und es bleiben in der Regel auch keine bleibenden Hirnschäden zurück, jedoch kann es bei einer schweren Gehirnerschütterung zu langer Bewusstlosigkeit und Verwirrtheit kommen. Je länger die verletzte Person bewusstlos ist, nach einem schweren Schlag auf den Kopf, desto schwerer die Gehirnerschütterung. In sehr schweren Fällen, können Krampfanfälle und Muskelschwäche hinzukommen auch ein bleibender Hirnschaden kann nicht ausgeschlossen werden.

Bei dem Verdacht auf eine Gehirnerschütterung sollte in jedem Fall, ein Arzt aufgesucht werden, der mithilfe von Röntgenaufnahmen von Hals und Kopf, weitere Verletzungen, wie zum Beispiel eine Schädeldeckelverletzung ausschließen kann. Bei Verdacht von inneren Blutungen im Kopf, wird eine Computertomografie durchgeführt. Miteiner Computertomografie können bereits kleinste Blutgerinsel im Gehirn entdeckt werden und wenn nötig eingegriffen werden.

Erholt sich der Patient und es gibt keine weiteren Anzeichen für Komplikationen, reicht meist Bettruhe und leichte Schmerzmittel als Behandlung aus. Bei einer Gehirnerschütterung können Nachwirkungen bis zu 72 Stunden später noch auftreten. Jeder Patient sollte dies berücksichtigen und nach einer Kopfverletzung sich schonen. Kopfschmerzen oder noch auftretende Übelkeit sollte bei einer Gehirnerschütterung stets ernst genommen werden und der Patient beobachtet werden. Sollten sich die Symptome verschlimmern ist ärztlicher Rat einzuholen.

Nach einer Gehirnerschütterung, unabhängig von der stärke, sollte 3 Monate lang kein Sport getrieben werden, da eine zweite Gehirnerschütterung äußerst gefährlich ist. Selbst wenn die erste Gehirnerschütterung bereits abgeklungen ist, so ist die erneute Verletzungsgefahr sehr hoch und eine weitere Gehirnerschütterung kann im schlimmsten Fall zu akuten Gehirnschwellungen und somit zum schnellen Tod führen.