Als Hämorrhoiden bezeichnet man eine Erweiterung der Gefäße im unteren Bereich des Afters oder Mastdarmes, die durch Pressen beim Stuhlgang zusätzlich anschwellen. Langes sitzen und harter Stuhlgang fördert die Bildung von Hämorrhoiden. Auch eine falsche, einseitige, ballaststoffarme Ernährung ist oft Ursache für die Bildung von Hämorrhoiden.

Hämorrhoiden ist ein weitverbreitetes Volksleiden und von 500 Personen, sind mind. zwei Personen betroffen. Schwangere Frauen und Frauen, kurz nach einer Geburt sind besonders häufig betroffen. Dies ist eine Folge, des Starken pressen, während des Geburtsprozess. Weiter konnte beobachtet werden, dass bei Frauen oft, im Zusammenhang mit der monatlichen Monatsregel, Hämorrhoiden auftreten. Aber auch gentechnische Faktoren spielen eine Rolle, so sind Personen, deren Vorfahren bereits unter Hämorrhoiden litten, stärker betroffen.

Hämorrhoiden sind nicht gefährlich, verursachen jedoch, zum Teil erhebliche schmerzen und starke Blutungen. Die Bildung eines Prolaps, das Heraustreten von Teilen des inneren Gewebes, ist möglich. Eine Erkrankung an Hämorrhoiden erkennt man an einer Blutauflagerung auf dem Stuhl, Schmerzen bei festem oder hartem Stuhlgang und Juckreiz am After. In seltenen Fällen kann sich ein schmerzhaftes Blutgerinnsel (Thrombose) in den Venen ausbilden.

Eine Untersuchung durch einen Facharzt ist anzuraten. Durch Einführen eines kleines Rohrs, des sogenannten Rektoskop oder Anoskops, können die Hämorrhoiden im Analkanal gesehen und diagnostiziert werden. Auch können so ernstere Krankheiten, wie Krebs, Mastdarm- oder Dickdarmpolypen ausgeschlossen werden.

Ein Abklinken der Hämorrhoiden kann bereits durch eine ballaststoffreichere Ernährung erzielt werden. In schwereren Fällen helfen kortisionshaltige Salben oder in äußersten Fall ein operativer Eingriff. Bei einer Operation werden Techniken wie die Kryochirurgie, die Gummibandligaturen und eine operative Entfernung der Hämorrhoiden. Trotz, dass diese Behandlungsmethoden großen Erfolg versprechen, kann ein erneuter Wiederauftritt nicht garantiert werden. Ausschließlich durch präventive Maßnahmen, wie zum Beispiel die Umstellung der Ernährung, auf eine eventuell ballaststoffreichere Ernährung, kann einen erneuten Ausbruch, entgegen wirken.