Ein Herzinfarkt ist ein akuter und lebensbedrohlicher Zustand infolge einer Mangeldurchblutung der Herzkranzgefäße, bei dem etwa 50% tödlich enden. Bei Verdacht auf einen Herzinfarkt ist sofortige notärztliche Hilfe dringend erforderlich. Unter der Notrufnummer 112 ist jederzeit der Rettungsdienst erreichbar und sollte umgehend gerufen werden.

Die Ursache für einen Herzinfarkt ist in meisten Fällen eine Durchblutungsstörung der Herzkranzgefäße (Koronare Herzerkrankung, KHK). Hierbei entstehen Ablagerungen innerhalb der Arterien, der den Blutdurchfluss einengt. Eine Arterienverkalkung kann schon bei jungen Menschen auftreten. Faktoren wie Stress, Übergewicht, Bewegungsmangel und ein zu hoher Cholesterinwert aber auch Rauchen, zu hoher Blutdruck und eine Erkrankung mit Diabetes mellitus begünstigen die Entstehung der KHK. Das Risiko einen Herzinfarkt zu bekommen steigt mit dem Alter, wobei Frauen vor Eintritt der Wechseljahre (Menopause) durch das Hormon Östrogen seltener einen Herzinfarkt erleiden.
Die ersten Symptome für einen akuten oder beginnenden Herzinfarkt sind starke drückende oder brennende Schmerzen im linken Brustbereich. Diese können zusätzlich auch im Oberbauch, dem Rücken oder auch im Kiefer auftreten. Sehr oft strahlen die Schmerzen auch in den linken Arm aus.
Der Betroffene wird extrem unruhig und bedingt durch das einengende Gefühl in der Brust und die eintretende Atemnot entsteht oft eine Todesangst. Besonders auffällig ist das blasse Gesicht und der kalte Schweiß.

Besteht der Verdacht einen Herzinfarkt zu haben, sollte umgehend der Notarzt (Notrufnummer 112) gerufen werden. Dieser kann anhand eines EKG´s eine erste Diagnose erstellen und durch Medikamente die Herzdurchblutung wieder herstellen. Danach muss der Betroffene im Krankenhaus weiter behandelt und werden. Dazu wird er für mindestens 2 Tage intensivmedizinisch betreut. Zur genauen Lokalisierung des Infarktes folgen radiologische Untersuchungen des Herzens und je nach Grad der Erkrankung ist eine Operation (Bypass) nötig.
Nach dem Krankenhausaufenthalt ist eine lebenslange Einnahme von Medikamenten nötig, zudem eine Veränderung der Lebensgewohnheiten angestrebt um das Risiko für einen erneuten Herzinfarkt zu minimieren.