Lacke und Farben sind chemische Stoffe. Sie verfügen über Lösungsmittel und andere Substanzen, zu denen Weichmacher und Konservierungsstoffe gehören, die sich negativ auf die Gesundheit auswirken. Einige Farben sind bleihaltig. Sie sind hochgradig gesundheitsschädlich. Viele bleihaltige Farben wurden daher in Deutschland bereits vom Markt genommen. Wenn man seine Wohnung verschönern möchte und dafür Farbe kauft, sollte man auf die Zusammensetzung achten. In Deutschland hergestellte Lacke und Farben sind entsprechend ihres Risikos gekennzeichnet. Es ist auf der Packung zu lesen, ob diese Mittel ätzend wirken, die Atemwege schädigen oder Krebs verursachen könnten. Auch Kopfschmerzen können die Folge von im Lack enthaltenen Schadstoffen sein.

Man sollte sich nicht zu lange der gesundheitlichen Gefahr durch Lacke und Farben aussetzen. Es ist sinnvoll, bei der Arbeit einen Atemschutz zu tragen. In Baumärkten werden diese Schutzmasken in der Farbabteilung angeboten. Der Raum, der renoviert wird, sollte gut belüftet werden. Von Zeit zu Zeit sollte eine Pause gemacht werden. Kinder sollten sich nicht in dem Raum aufhalten. Auch nach der Arbeit ist auf eine ausreichende Belüftung des Raumes zu achten. Nach der Arbeit mit Farbe sollte die Kleidung gewechselt werden. Erst, wenn die Farbe vollständig getrocknet ist, kann der Raum wieder uneingeschränkt genutzt werden.

Maler und Lackierer, die beruflich ständig mit Lacken und Farben zu tun haben, leiden häufig unter Kopfschmerzen, Magenbeschwerden und Atemwegsentzündungen. Bei ihnen besteht ein erhöhtes Krebsrisiko. Um die gesundheitlichen Risiken so weit wie möglich zu reduzieren, sollten sie stets einen Atemschutz und entsprechende Schutzkleidung tragen.

In der Industrie wird an der Entwicklung umweltfreundlicher Lacke und Farben gearbeitet, die nur wenig oder nicht gesundheitsschädlich sind. Sie werden nach und nach die Farben mit den gesundheitsschädlichen Substanzen ersetzen. Beim Kauf ist darauf zu achten.