Die als Leberflecke bezeichneten Hautflecken, sind gutartige Tumore aus den Pigment bildenden Melanozyten der Haut. Man unterscheidet zwischen erworbenen und angeborenen Formen, zwischen erhabene Knötchen und flachen Flecken.

Zu den flachen Leberflecken zählen Sommersprossen, die überwiegend bei hellhäutigen Personen, auftreten. Diese bezeichnet man auch als Leutigo simplex, einem hell- bis dunkelbraunen Fleck mit klaren Konturen, dem Leberfleck im eigentlich Sinne, die auch ohne die Einwirkung der Sonne auftreten.

Weiter unterscheidet man unter den Leberflecken zwischen den Altersflecken, den sogenannten Leutigo senilis, die häufig bei älteren Menschen an Stellen auftreten, die der Sonne ausgesetzt sind.

Der angeborene Cafe-au-Lait-Fleck, einem hellbraunen, meist recht großen Fleck, kann oft ein Hinweis auf ein Syndrom mit Nervenzelltumoren sein, sollte dieser Leberfleck in größerer Anzahl vorkommen.

Der Kiebitzeinävus, ist ebenfalls angeborener hellbrauner Leberfleck mit dunklen Punkten, der in unterschiedlichen Größen auftritt. Weiter unter den flachen Leberflecken finden wir noch den angeborenen Mongolenfleck, dies ist eine Handteller und noch größere, bläuliche Verfärbung am unteren Rücken, die sich jedoch im Laufe der Zeit von allein zurückbildet.

Zu den erhabenen Leberflecken zählen die melanozyären Nävi, die früher auch als Navuszellnävi bezeichnet wurden. Es gibt unterschiedliche angeborene Formen, behaarte und unbehaarte, kleine und größere. Auch sind die Menschen sehr unterschiedlich stark betroffen, so kann der eine fast gar keine Leberflecken aufweisen, während ein anderer zahlreiche Leberflecke über den ganzen Körper verteilt hat. Einige Leberflecke hat man seit der Geburt, aber die meisten bilden sich im Laufe des Lebens und bis zum 20 – 30 Lebensjahr sollte die maximale Anzahl erreicht sein. Ab diesem Alter verblassen auch wieder einige Leberflecke und verschwinden. Normal sind zwischen 20 und 40 Nävi (nur erhobene Leberflecke). Die Farbe eines unbedenklichen Nävi sollte zwischen hell- und dunkelbraun und die Erhebung flach bis beerenförmig sein. Es ist möglich, das Haare aus den Nävus wachsen oder sich ein weißer Rand bildet. Erhobene Nävi werden durch UV-Licht begünstigt und sind daher auf unbedeckten Hautpartien häufiger. Bei angeborenen, erhobenen Leberflecken besteht ein erhöhtes Risiko der Bildung eines Melanoms. In einigen Fällen wird ein angeborenes Nävi bei Säuglingen und Kindern frühzeitig entfernt um eine späteres Melanom auszuschließen.

Bei angeborenen Nävus ist ein Entfernen im Säuglingsalter oder eine regelmäßige Kontrolle zu empfehlen. Aber auch bei später gewachsenen Nävi kann sich ein Melanom bilden.

Besonderes Augenmerk sollte man auf Leberflecke mit unterschiedlicher Färbung, sogenannte atypische oder dysplastische Nävi, haben. Aber auch eine ungewöhnliche Größe oder unregelmäßige und verschwommene Ränder des Leberflecks können Anzeichen auf atypische und dysplastische Nävi sein und sollten einem Arzt vorgeführt werden.