Die Leberzirrhose ist eine persistente (dauerhafte) Zerstörung der Leberstruktur durch die Bildung von Regeneratknoten einer anhaltenden Leberentzündung und ausgedehnte Bindegewebsvermehrung, auch Fibrose genannt. Daraus folgen eine Behinderung des Blutflusses und Störungen der Leberfunktion. Die Behinderungen des Blutflusses verursachen Blutstau im Bauchraum, sowie in der Speiseröhre. Die daraus resultieren Folgen sind, Bauchwassersucht (Aszites) und in der Speiseröhre entstehende Krampfadern (Ösophagusvarizin). Die Vernarbung im Bindegewebe beeinträchtigt den Blutfluss in der Leber, wodurch der Blutdruck in der Pfortader ansteigt. Dies kann lebensgefährliche Auswirkungen haben, da sich die kleinen Venen in der unteren Speiseröhre erweitern, was letztendlich zu gefährlichen Blutungen führt.

Neben anderen Ursachen ist vor allem langfristiger und exzessiver Alkoholkonsum, Verursacher für eine Leberzirrhose und ist in einem solchem Fall, auf den toxischen Effekt des Alkohols zurückzuführen. Aber auch eine dauerhafte schlechte und unausgewogene Ernährung kann zu einer Leberzirrhose führen.

Bei Patienten mit einer Leberzirrhose, aufgrund übermäßige Alkoholmissbrauch, zeigen sich auch Symptome einer Schrumpfung des Bindegewebes in der Hand, einer Dupuytren-Kontraktur, einer Herz- oder Hinschädigung und eine Vergrößerung der Ohrspeicheldrüse. Bei einigen männlichen Erkrankten, ist eine Verkrümmung der Hoden, sowie eine Brustvergrößerung (Gynäkomastie) zu erkennen. Andere Ursachen für eine Leberzirrhose können eine Autoimmunhepatitis, eine chronische Virushepatitis, eine Kupferspeicherkrankheit (Wilson-Krankheit) oder eine Eisenspeicherkrankheit (Hämochromatose) sein. Sehr häufige Nebenerscheinungen sind Bauch- und Knöchelschwellungen, Gelbsucht, geistige Verwirrung, Desorientiertheit, Koma und bei Männern zusätzlich Brustvergrößerung und Hodenatrophie.

Leider kann eine Leberzirrhose noch nicht mit Medikamenten oder durch andere Therapien geheilt werden und führt, wenn keine Lebertransplantation durchgeführt wird, durch Leber- oder Nierenversagen oder durch Blutungen in der unteren Speiseröhre, zum Tod. Jedoch ist bei einer alkoholischen Leberzirrhose, sofort der Alkoholkonsum einzustellen, um ein weiteres Fortschreiten zu verhindern.

Bei etwa 20% aller Personen, die an Leberzirrhose erkrankt sind, kommt es zu Leberkrebs. Die Heilungschancen sind hier vom Stadium der Krankheit ab.