Bei einem Magengeschwür, medizinisch Ulcus ventriculi genannt, frisst die Magensäure ein zunehmend größer werdendes Loch in die Magenwand. Eine Magengeschwürerkrankung tritt sehr häufig bei Menschen zwischen 40 und 60 Jahren auf. Ein Zwölffingerdarmgeschwür, im Vergleich, betrifft häufig Menschen zwischen 30 und 50 Jahren.

Es ist oft zu beobachten, das sich ein Magengeschwür in der kleinen Magenkrümmung (innerer Kurvatur), etwa 5 cm – 6 cm vom Magenpförtner entfernt, entwickelt. In den seltensten Fällen tritt ein Magengeschwür zusammen mit einem Zwölffingerdarmgeschwür auf, jedoch kann aus einem Magengeschwür, schnell auch Magenkrebs werden. Eine Früherkennung ist hier, für eine Heilung sehr wichtig und entscheidend bei der Überlebensfrage.

Die Ursache für ein Magengeschwür ist sehr vielfältig und umweltbedingte sowie genetische Faktoren spielen eine wichtige Rolle. Für Menschen mit familiären Vorbelastungen besteht also ein erhöhtes Risiko.

Die Bildung eines Magengeschwürs konnte auch im Zusammenhang mit der häufigen Einnahme von Azetylasizylsäure, welche in einigen Medikamenten enthalten ist, beobachtet werden. Außerdem wurde festgestellt, dass eine Infektion durch säurefeste Bakterien in Verbindung mit der Bildung eines Ulcus ventriculi steht. Weiter können Magengeschwüre auch aufgrund großer, dauerhafter Stressbelastungen, bei akutem Blutverlust, schweren Infektionen, Hirnverletzungen, Verbrennungen und Hirntumoren entstehen. Magengeschwüre bei Hirnverletzungen oder Tumoren beruhen auf einer erhöhten Magensäure- und Gastrinsekretion.

Patienten mit einem Magengeschwür verspüren circa 30 Minuten nach dem Essen Schmerzen im Oberbauch. Im Vergleich zum Zwölffingerdarmgeschwür, wo der Schmerz erst nach einer Stunde und sogar noch später auftritt. Der Schmerz bei einem Magengeschwür ist außerdem in Regel gravierender, jedoch kann eine weitere Nahrungsaufnahme die Schmerzen lindern. Andere Patienten müssen sich nach dem Essen übergeben und entwickeln eine Abneigung gegen Essen, sodass eine weitere Nahrungsaufnahme mit großen Schmerzen verbunden ist.

Das Magengeschwür kann durch die Verabreichung von H2-Blocker, Antibiotika, Antazida, Protonenpumpenhemmer behandelt werden. Im weit fortgeschrittenen Stadium oder im schlimmsten Fall hilft jedoch nur noch ein operativer Eingriff. Die allgemeinen Heilungschancen, sofern sich noch kein Magenkrebs gebildet hat, sind positiv.