Masern sind eine kontagiöse und schwere Infektionskrankheit, die schon Anfang des 10. Jahrhunderts ausführlich beschrieben wurde. Im 17. Jahrhundert gelang es die Masern als eigenständige Krankheit von andern Krankheiten abzugrenzen. Erst im Jahr 1958 konnte ein Impfstoff gegen die Masern hergestellt werden, der seit 1963 erhältlich ist. Obwohl Masern überwiegend bei Kindern auftreten, ist es keine reine Kinderkrankheit und gehört seit Januar 2001 zu den meldepflichtigen Infektionskrankheiten in Deutschland.

Masern werden durch einen Virus mittels einer direkten Tröpfcheninfektion übertragen. Das Masernvirus gelangt über die Schleimhäute in den Körper ein und befällt dort vorzugsweise die Zellen des Nerven- und Immunsystems. Nach einer Inkubationszeit von im Schnitt 10 – 14 Tagen tritt das Erste von insgesamt 3 Stadien der Masern auf. Die Symptome des 1. Stadiums sind vor allem eine erhöhte Lichtempfindlichkeit mit eventueller Bindehautentzündung. Dazu kommen dann ein verquollenes Aussehen, Fieber Husten oder Bronchitis. Nach etwa 3 bis 5 Tagen beginnt das Hauptstadium mit dem für Masern typischen roten und fleckigen Hautausschlag. Die Flecken sind unregelmäßig und können ineinander übergehen und so auch großflächig erscheinen. Zusätzlich folgt ein weiterer Fieberanstieg bis zu 40 Grad Celsius. Nach etwa 3 Tagen beginnt das letzte Stadium, bei dem sich der Körper wieder erholt und der Hautausschlag langsam abklingt. Bis auf die Bereiche an Händen und Füßen kann es zu einer Abschuppung der Haut kommen.

Da die Symptome der Masern sehr typisch sind, kann eine Diagnose anhand dieser gestellt werden. Wenn nötig kann durch eine Blutuntersuchung die Diagnose bestätigt werden. Aufgrund der Schwere der Krankheit ist Bettruhe einzuhalten. Eine Gabe von fiebersenkenden Medikamenten, sowie Antibiotika unterstützen die Genesung und mindern die Gefahren von Nebenerkrankungen wie z.B. einer Gehirnhaut-, Mittelohr- oder Lungenentzündung. Nach Abklingen der Masern besteht eine lebenslange Immunität gegen den Masernvirus.