Eine Migräne ist eine besonders starke Form von meist einseitigen Kopfschmerzen, unter der im Schnitt etwa 10% der deutschen Gesamtbevölkerung leiden. Eine Migräne tritt bei einer Frau öfters auf als bei einem Mann und die höchste Rate an Migräneanfällen tritt bei Erwachsenen im Alter zwischen 35 und 45 Jahren auf.

Die genauen Ursachen einer Migräne werden unter anderen in genetischen Faktoren vermutet, aber auch eine Störung innerhalb der Botenstoffe im Gehirn, der sogenannten Neurotransmitter, wird prognostiziert.
Eine Migräne hebt sich in der Intensität und den begleitenden Symptomen sehr stark von den allgemeinen Kopfschmerzen ab. So treten je nach stärke eines Migräneanfalls auch Begleiterscheinungen wie eine Licht- und Geräuschempfindlichkeit, Schwindel und Übelkeit bis hin zum Erbrechen auf. Auslösefaktoren für eine Migräne können sehr unterschiedlich sein, wobei Stress, Schlafmangel und eine andauernde starke körperliche Belastung mit zu den häufigsten Auslösern für eine Migräne. Gefolgt werden diese Trigger durch hormonelle Schwankungen innerhalb des weiblichen Monatszyklus oder einer Schwangerschaft, aber auch durch die Einnahme der Pille oder andere hormoneller Verhütungsmittel.
Bei etwa 20% der Migräneanfälle wird dieser durch eine Aura begleitet. Diese Aura zeigt sich meist in der Einschränkung oder Störung des Sehens. So kann es z.B. zu einem Tunnelblick mit flackernden Rändern oder durch vereinzelte graue oder verschwommene Punkte im Sichtfenster kommen.

Eine genaue Diagnose einer Migräne ist in erster Linie durch ein ausführliches Gespräch mit dem behandelnden Arzt möglich. Dieser kann anhand gezielter Fragen zu Häufigkeit, Dauer und Intensität der Kopfschmerzen die Wahrscheinlichkeit einer Migräne erkennen. Weiterführende neurologische Untersuchungen wie z.B. ein EEG oder eine Magnetresonanz-Tomografie geben dann die genaue Diagnose. Die Behandlung der Migräne erfolgt zum einen durch schmerzlindernde Medikamente, die je nach Intensität und Häufigkeit der Migräne eingesetzt werden. Parallel dazu werden dem Patienten Entspannungstechniken gezeigt, mit denen der Betroffene schon bei den ersten Anzeichen einem Migräneanfall entgegen wirken kann.