Bei Mumps, der auch als Ziegenpeter oder Tölpel bekannt ist, handelt es sich um eine ansteckende Viruserkrankung. Durch eine Tröpfcheninfektion wird der Mumps Virus übertragen und befällt danach vorwiegend die Speicheldrüsen. Mumps ist schon von Hippokrates beschrieben worden. Der amerikanische Virologe John Franklin Enders entwickelte in den Jahren 1951 und 1968 zunächst den Tot- und später den heute noch genutzten Lebendimpfstoff. Für den Mann kann eine Komplikation bei Mumps zur Zeugungsunfähigkeit führen.

Die Ursache für die Erkrankung mit Mumps ist eine Tröpfcheninfektion mit dem Mumpsvirus, der nur den Menschen befallen kann. Die Übertragung kann durch Husten, Niesen, aber auch durch anderen unmittelbaren Kontakt wie auch das Küssen geschehen. Nach einer Inkubationszeit vom im Durchschnitt 12 – 15 Tagen treten bei rund 60 – 70% der Infektionen die ersten Symptome auf. Bei den Verbleibenden 30 – 40% der Infektionen stellen sich keine oder lediglich unspezifische Symptome ein. Mit zu den auftretenden Symptomen gehören unter anderem eine Appetitlosigkeit und eventuelle Kopf- und Gliederschmerzen. Kurz danach kommt es zu einer schmerzhaften Schwellung innerhalb der Ohrspeicheldrüsen, wodurch das Bild der bekannten „Hamsterbacken“ entsteht.

Besteht der Verdacht an Mumps erkrankt zu sein, so kann der behandelnde Arzt dieses anhand einer labortechnischen Blutuntersuchung oder eines Rachenabstrichs feststellen. Da der Mumpsvirus auch im Urin nachweisbar ist, kann auch eine Urinprobe genommen werden. Wurde die Diagnose Mumps gestellt erfolgt eine medikamentöse Behandlung der Symptome durch Gabe von schmerz- und fiebersenkenden Medikamenten und durch kühlende Halsumschläge. Treten Komplikationen wie z.B. eine Hirnhautentzündung (Meningitis) auf, so muss der Betroffene stationär im Krankenhaus behandelt werden. Tritt neben dem Mumps eine Hodenentzündung ein, so sollte Bettruhe eingehalten und die Hoden hochgelagert werden. In diesem Fall werden zusätzliche Medikamente zu Entzündungshemmung verordnet. Des Weiteren kann es bei Schwangeren im ersten Drittel der Schwangerschaft zu einer Fehlgeburt kommen.
Seit 1980 wird eine Kombinationsimpfung (Masern, Mumps, Röteln) empfohlen. Diese erfolgt im Rahmen der Vorsorgeuntersuchung im 11. Lebensmonat des Kindes.