Die Nesselsucht, lateinisch Urtikaria genannt, ist ein juckender und manchmal leicht brennender Hautausschlag mit quaddelförmigen Rötungen, die zum Teil wie kleine Blasen aussehen. Der Nesselausschlag tritt plötzlich auf und klingt in einigen Fällen genauso schnell wieder ab, ohne das Naben oder andere Hautschäden zurückbleiben. Die Nesselsucht kann, unabhängig vom Alter und Geschlecht, bei jedem auftreten. Eine Ansteckung, durch Übertragung, wurde bisher noch nicht nachgewiesen.

Die Schwangerschaftsurtikaria zeigt sich meist erst in den letzten 2 – 3 Wochen der Schwangerschaft und klingt üblicherweise nach der Geburt wieder ab. Ebenso, nach einer Krankheit, insbesondere nach einer allergischen Reaktion oder einer Hautinfektion, durch die vermehrt Histamin im Körper produziert wird, kann eine Nesselsucht auftreten. In den meisten Fällen jedoch, verschwindet die Nesselsucht, gemeinsam mit dem abklingen der allergischen Reaktion. Zusätzlich kann es bei einer Nesselsucht, zu Schwellungen im Rachenraum kommen, die dann, die Atmung beeinträchtigt.

Eine Nesselsucht zeigt ähnliche Hautmerkmale wie bei einem Quincke-Ödem, welches eine weit ernstere Erkrankung ist.

Sollte sich also sich ein Ausschlag, unter der Hautoberfläche bemerkbar machen, der nicht juckt sondern eher ein brennen verursacht, sollte die Ursache hierfür von einem Mediziner abgeklärt werden, um auszuschließen, dass es sich hierbei um ein gefährliches Quincke-Ödem handelt, welches sofort behandelt werden sollte.

Bei einer Nesselsucht lassen sich die Hautveränderungen und die brennenden und juckenden Stellen mit einem lauwarmen Bad beruhigen. Zusätzlich, vom Arzt empfohlene Badzusätze oder kalte Kompressen verschaffen ebenfalls Linderung. Der ärztliche Rat jedoch ist hier unabdingbar und sollte in jedem Fall eingeholt werden. Betroffene sollten sich nach Möglichkeit an den betroffenen Hautpartien nicht kratzen, da sonst hässliche und dauerhafte Narben entstehen können.

Eine Nesselsucht, kann bei Nichtbehandlung, chronisch werden und das Wohlbefinden beträchtlich beeinflussen. Eine Behandlung erfolgt in der Regel mithilfe von Antihistaminika, Kortikoidsalben und bei Atembeschwerden, wird oft mit Adrenalin geholfen.