Bei einer Infektion mit Röteln handelt es sich um eine hochansteckende Infektionskrankheit, die überwiegend im Kindesalter auftritt. Seit 1814 sind die Röteln als eigenständige Krankheit bekannt, aber erst im Jahr 1941 wurden die Zusammenhänge zwischen einer Rötelinfektion während der Schwangerschaft und Missbildungen bei Neugeborenen erkannt. Seit 1966 wird eine Impfung gegen die Rötelinfektion angeboten.

Verursacht wird die Erkrankung mit Röteln durch das Rubella-Virus, welches mittels einer Tröpfcheninfektion übertragen wird. Die Viren dringen über Schleimhäute von Mund, Nase und Rachen in den Körper ein und vermehren sich bevorzugt in den Lymphen, von wo aus sich die Viren in der Blutbahn verteilen. Im Falle einer bestehenden Schwangerschaft können die Viren über den Mutterkuchen direkt zum Kind vordringen und es dort infizieren.
Nach einer Inkubationszeit von ca. 2 – 3 Wochen treten dann die ersten sichtbaren Symptome der Röteln auf. Diese Symptome sind von denen einer normalen Erkältung mit Husten, Schnupfen und eventuellen Kopfschmerzen kaum zu unterscheiden. Im weiteren Verlauf schwellen die Lymphknoten an und beginnen zu schmerzen. Der typische hellrote bis leicht bräunliche und fleckige Ausschlag beginnt etwa einen bis zwei Tage nach den ersten Symptomen. Dieser breitet sich beginnend mit dem Gesicht über den ganzen Körper aus. Nach nur einem bis etwa drei Tagen verschwindet der nicht juckende Ausschlag wieder.

Der Kinderarzt kann die Röteln anhand des Erscheinungsbildes des Ausschlags und einer Blut-Untersuchung im Labor eindeutig nachweisen. Eine Behandlung der Erkrankung erfolgt durch die Gabe von fieber- und schmerzstillenden Medikamenten sowie Ruhe. Nach dem Ausheilen der Krankheit besteht Immunität gegen den Rubella-Virus, die lebenslang anhält
Da Röteln stark virulent sind, sollten Erkrankte bis 7 Tage nach Abklingen des Ausschlags weder den Arbeitsplatz noch Schule oder Kindergarten aufsuchen. Wegen der hohen Gefahr für Schwangere sollten die Einrichtungen und Schwangere über eine Erkrankung informiert werden.
Einen sicheren Schutz vor der Infektion mit den Röteln bietet eine Impfung, die schon im Kleinkindalter angeboten wird.