Scharlach wird von hämölysierenden Streptokokken der Gruppe A verursacht. Dank der Entwicklung von Antibiotika, die eine sehr schnelle und effektive Behandlung ermöglichen, ist die früher sehr häufig vorkommende Krankheit, nicht mehr so gefürchtet, was noch im 19. Jahrhundert anders war.

Nach einer Erkrankung an Scharlach entwickelt der Körper eine Immunität gegen diese Krankheit, sodass eine erneute Erkrankung an Scharlach meistens ausgeschlossen ist. Leider sind aber deswegen auch überwiegend Kinder von Scharlach betroffen. In Kindergärten und Schulen ist die Ansteckungsgefahr besonders hoch und da die Symptome anfangs die einer Erkältung gleichen, kann sich Scharlach schnell ausbreiten.

Scharlach beginnt sehr plötzlich mit Halsschmerzen und hohem Fieber, die bereits 2 Tage, nach dem Kontakt mit einer infizierten Person, auftreten. Hinzu können Kopfschmerzen, Schüttelfrost und Erbrechen kommen. Oft wird Scharlach anfangs als eine normale Erkältung gedeutet, was dann erst später im Verlauf der Krankheit bemerkt wird. Innerhalb von 2 Tagen nach Auftreten der ersten Symptome, tritt ein kleinfleckiger und hellroter Ausschlag, auch Exanthem genannt, am Hals und auf der Brust auf. Dieser Ausschlag breitet sich schnell am ganzen Körper aus und hält meist eine Woche an. Bei einigen Patienten verursacht dieser Ausschlag ein jucken oder brennen. Anschließend schält sich die Haut, wie man es von einem Sonnenbrand kennt. Die Erkrankten zeigen in der Anfangzeit von Scharlach eine weißlich belegte Zunge, deren Geschmacksknospen geschwollen und rot sind, die auch Erdbeerzunge genannt wird. Später verschwindet der weiße Belag und die Zunge sieht ganz rot aus, vergleichbar mit einer Himbeere. Die Behandlung mit Antibiotika, Bettruhe und die Aufnahme ausreichender Flüssigkeit lassen die Scharlach Beschwerden rasch abklingen. Aufgrund der hohen Ansteckungsgefahr ist eine Bettruhe zwingend erforderlich.

Wird Scharlach nicht mit Antibiotika behandelt, so kann daraus eine ernsthafte Hirnhautentzündung oder Rheumatisches Fieber entstehen, daher ist es unbedingt erforderlich einen Arzt aufzusuchen.