Von Schlaflosigkeit, medizinisch Insomnia genannt, spricht man, wenn dauerhafte Schwierigkeiten beim Ein- oder Durchschlafen bestehen. Dabei ist nicht entscheidet, wie lange es dauert, bis man einschläft oder wie lange man insgesamt schläft, sondern ob hierbei erhebliche Probleme bestehen, deren Ursache unbekannt ist. Tritt nur gelegentlich ein Einschlaf- oder Durchschlafproblem auf, ist dies nicht weiter bedenklich.

Tritt aber Nacht für Nacht das gleiche Problem auf, trotz gefühlter Müdigkeit, handelt es sich um eine chronische Schlaflosigkeit. Hierfür kann es viele Ursachen geben, zu den häufigsten Ursachen jedoch zählen, Stress, extreme Hitze, Lärm, Veränderung der Umgebung und die Einnahme bestimmter Medikamente.

Von Schlaflosigkeit können Frauen gleichermaßen wie Männer betroffen sein und bereits im Kindesalter können sich erste Anzeichen zeigen. Bei Kindern können Schlafprobleme auch aufgrund von Ängsten, wie zum Beispiel die Angst vor den am nächsten Tag anstehenden Test in der Schule, auftreten. Diese Schlaflosigkeit wird jedoch in den seltensten Fällen zu einer chronischen Erkrankung. Besonders gefährdet sind jedoch Personen, die unter Depressionen leiden.

Weitere Krankheiten die Schlaflosigkeit verursachen können, sind Nierenerkrankungen, Arthritiden, Asthma, Herzversagen, Narkolepsie, das Schlafapnoe-legs-Syndrom, die Pakinson-Krankheit, das Restless-legs-Syndrom und eine Schilddrüsenüberfunktion.

Der übermäßige Genuss von Kaffee, Tee, Alkohol oder Drogen können ebenfalls zu Schlaflosigkeit führen. Aber manchmal sind einfach auch nur Sorgen verantwortlich für eine vorübergehende Schlaflosigkeit. Vor Behandlung der Krankheit muss also zuerst die Ursache für das Problem gefunden werden, anschließend kann eine gezielte Behandlung durchgeführt werden.

Eine chronische Schlaflosigkeit jedoch muss behandelt werden, damit die Betroffenen wieder zur normalen Nachtruhe kommen. Zu den bewährten Behandlungsmethoden gehören verschiedene Entspannungstherapien und Schlaftabletten.