Die Schuppenflechte, lateinisch Psoriasis, ist eine harmlose, aber für Betroffene oft sehr belastende Krankheit. Sie gilt als eine der häufigsten weltweiten Erkrankungen, der hellhäutigen Weltbevölkerung. Die genaue Ursache der Erkrankung ist leider noch unbekannt, jedoch konnte man bereits feststellen, dass ein Zusammenhang mit einer krankhaften Reaktion des Immunsystems, besteht. Eine weitere große Rolle spielen die Erbfaktoren. Die Wahrscheinlichkeit, dass eine Person an Schuppenflechte erkrankt, deren Vater bereits Schuppenflechte hatte, liegt bei 30 %. Liegt die Vorerkrankung bei der Mutter, so sinkt die Wahrscheinlichkeit auf 20 %. Selten treten Schuppenflechte bereits im Kindesalter auf, sondern in den meisten Fällen kommt es erst in der Pubertät zum Ausbruch der Krankheit.

Die Ausprägung kann sehr unterschiedlich sein. Typisch ist ein Ausschlag in Form von roten Flecken, die mit weißen bis silberweißen Schuppen bedeckt sind. Beliebte stellen für den Ausschlag sind, Ellenbogen, Knien, in der Kreuzbeingegend und auch auf der Kopfhaut. Die Schuppenflechten können aber ebenso auf allen anderen Körperstellen auftreten. Die Oberfläche, der betroffenen Stellen, verhornt bis zu sieben Mal schneller. In schweren Fällen kann sich die Schuppenflechte über ganze Körperpartien, wie zum Beispiel den Rücken, ausbreiten.

Eine Schuppenflechte ist nicht ansteckend, bricht normalerweise nicht im Gesicht aus und führt in der Regel auch zu keine bleibenden Schäden oder Narbenbildung. Sehr selten kommt es zu Haarausfall. Sehr häufig zu beobachten dagegen sind, Veränderungen des Nagels, Verfärbungen, Aufsplittern der Nägel oder die Bildung sogenannter Tüpfelnägel (stecknadelgroße Grübchen in der Nagelplatte).

Wenige betroffene, etwa 10%, klagen über Gelenkschwellungen und –schmerzen und entwickeln eine Arthritis. Eine Schuppenflechte ist keine allergische Reaktion, sodass der Verzicht auf bestimmte Nahrungsmittel ausgeschlossen werden kann. Jedoch kann ein übermäßiger Alkoholkonsum die Symptome verstärken.

Schuppenflechte sind leider nicht heilbar und auch nur sehr schwer zu behandeln.. Jedoch stehen den Betroffenen eine Vielzahl an Medikamente und Therapien zur Verfügung, die eine Linderung versprechen. Welche Therapiemöglichkeit in den Erkrankten infrage kommt, muss selbst ausprobiert werden. Teerpräparate, leichte Salzbäder oder auch UV-Bestrahlungen können helfen, Feuchtigkeitscremes verhindern eine Verhärtung der Schuppen. Oral einzunehmende Medikamente werden nur selten eingesetzt, da diese oft sehr starke Nebenwirkungen mit sich bringen.