Windpocken, medizinisch Varizellen genannt, ist eine hochansteckende Viruserkrankung, die auf dem Luftweg übertragen wird. Am häufigsten treten Windpocken im Kindergarten- oder Grundschulalter auf, können jedoch Menschen jeden alters betreffen.

Windpocken kann man in der Regel nur 1 Mal im Leben bekommen, da dieser Virus für eine anschließende Lebenslange Immunität sorgt, es sei denn die Viruserkrankung war nur sehr leicht.

Das Hauptsyndrom, ein Hautausschlag, zeigt sich erst 12-14 Tage nach der Ansteckung, weshalb die Verbreitung auch so schwer einzudämmen ist. Zuerst zeigt sich der Hautausschlag erst am Rumpf und breitet sich von dort über den ganzen Körper aus. Es ist nicht selten, dass Windpocken, von Laien, zu Beginn des Ausschlags mit Mückenstichen verwechselt werden. Typischerweise finden sich an den ersten Tagen die sogenannten Exanthemstadien nebeneinander. Der Ausschlag besteht aus roten Knötchen, die sich zuerst mit Flüssigkeit füllen und anschließend verkrusten. Die Infektiosität hält bis zur Verkrustung aller Exanthemstadien an, was etwa 7 – 9 Tage dauert.

Weitere Begleiterscheinungen neben Windpocken können, Kopfschmerzen und Erkältungssymptome sein und treten bereits auf, bevor ein Hautausschlag zu sehen ist. Die Behandlungsmethoden konzentrieren sich auf die Linderung des Juckreizes, der sehr stark ist. Dennoch sollte man der Versuchung widerstehen und nicht kratzten, da das Abkratzen der Kruste, lebenslange Narben hinterlassen kann.

Lauwarme Bäder, mit Hafer- oder Kornblumenbadezusatz verschaffen Linderung gegen den Juckreiz. Ebenso wirken Zinklotionen gegen den Juckreiz. Kindern sollten zusätzlich die Fingernägel gekürzt werden, damit ein kratzen erst gar nicht möglich ist. Auch kann die Einnahme von Antihistaminika den Juckreiz mildern, jedoch sollte hier ein ärztlicher Rat eingeholt werden. Wer zusätzlich unter Fieber leidet, dem wird eine Paracetamol helfen.

Schwangere, Personen mit geschwächtem Immunsystem oder chronisch Kranke Personen sollten nach dem Kontakt mit einer an Windpocken erkrankten Person unverzüglich einen Arzt aufsuchen.

Nach dem Abklingen der Windpocken kann das auslösende Virus latent, das heißt ohne Symptome, im Körper verbleiben und eventuell später ein Gürtelrose auslösen.